Chronologie - Ereignisse in zeitlicher Abfolge
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Legendenhafte Entdeckung der Reichenhaller Solequellen durch den hl. Rupertus.
Der Bayernherzog Theodo schenkt der Salzburger Kirche unter dem hl. Rupertus rund ein Drittel der Reichenhaller Saline.
Gründung einer Zenokirche durch Erzbischof Arn von Salzburg.
Der Luipoldinger Herzog Arnulf lässt seinen Sohn Eberhard als Nachfolger in Bayern von den Reichenhallern huldigen.
Einem Akt von Blutrache fallen mindesten 50 Menschen zum Opfer.
Erstmalige urkundliche Erwähnung eines „Hallgrafen”.
Aufbau eines Augustiner-Chorherrenstifts an der alten Zenokirche durch Erzbischof Konrad I.
Förmliche Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts St. Zeno und Übertragung der Seelsorgerechte für das Reichenhaller Tal.
Erstmaliges urkundliches Auftreten eines Grafen von Peilstein in Reichenhall.
Bau einer Stadtmauer.
Urkundliche Nennung von 6 Kirchen im Reichenhaller Tal.
Provinzialsynode der Salzburger Kirchenprovinz in Reichenhall.
Erstmalige Erwähnung Reichenhalls als Stadt („civitas”).
Kaiser Friedrich Barbarossa tritt vorübergehend als Obereigentümer der Reichenhaller Saline auf.
Erstmalige Erwähnung eines Reichenhaller Richters. Reichenhall durch Brand zerstört.
Errichtung der Reichenhaller St. Nikolauskirche.
Unter Herzog Ludwig I. von Bayern wird in Reichenhall ein Landtag abgehalten.
Gewaltsames Vorgehen der Reichenhaller Bürger gegen die Propstei Berchtesgaden.
Erzbischof Adalberts II. Militärschlag gegen Reichenhall hat die völlige Vernichtung der Stadt zur Folge. Endgültiger Monopolbruch des Reichenhaller Salzes durch die Salinen von Hallein und Berchtesgaden.
Bau der Burg Gruttenstein durch Herzog Ludwig von Bayern.
Der Vertrag von Nürnberg bestimmt die Aufteilung des Peilstein´schen Erbes. Die Stadt wird sowohl vom Bayernherzog als auch vom Salzburger Erzbischof beansprucht.
Bauabschluss der Stiftskirche von St. Zeno.
Zerstörung der erzbischöflichen Burgen Kirchberg, Amerang und Fager durch den Herzog von Niederbayern, Heinrich XIII.
Brandschatzung Reichenhalls durch den Bischof von Olmütz im Auftrag des Böhmenkönigs Otakar II.
Der zweite Vertrag von Erharting sieht für die Stadt Reichenhall sowohl eine herzoglich- bayerische als auch erzbischöflich-salzburgische Einflusssphäre vor.
Erstes bekanntes Reichenhaller Stadtsiegel, darauf abgebildet ist das Gotteslamm.
Der Ritter Paltram von Karlstein bricht zu einer Pilgerreise ins Heilige Land auf, von der er nicht zurückkehrt.
Erstmaliges Auftreten eines Reichenhaller Pflegers. Ersterwähnung des Stadtrates („Rat der Sechzehn”).
Erstnennung des Namens „Reichenhall”.
Öffentliche Ketzerbrennung eines zenonischen Chorherrn.
Während des Tiroler Erbfolgekriegs plündern die Reichenhaller Bürger die Gegenden von Lofer und Grödig. Der Konvent des Augustiner-Chorherrenstifts St. Zeno wird vertrieben. Ein Raubmörder versetzt die Reichenhaller Bevölkerung in Angst und Schrecken.
Die große mitteleuropäische Binnenflut verursacht auch in Reichenhall erhebliche Schäden.
Herzog Friedrich macht Reichenhall zum Ausgangspunkt militärischer Aktionen gegen Salzburg und Berchtesgaden. Noch im selben Jahr wird die Stadt vermutlich von Salzburger Truppen erobert. „Gipfeltreffen” der Bayernherzöge sowie der Bischöfe von Salzburg, Passau und Regensburg.
Hochwasserkatastrophe bewirkt den Verlust des Brennholzbestandes für die Saline.
Erdbeben in Reichenhall.
Überschwemmungskatastrophe in Reichenhall durch die Fluten der Saalach bewirkt die Zerstörung der Uferbefestigungen und den Verlust des gesamten Brennholzbestandes der Saline.
König Sigismund trifft auf dem Weg zum Konstanzer Konzil in St. Zeno ein.
Erdbeben.
Großbrand zerstört die Stadt mit Ausnahme von vier Häusern. Überschwemmungskatastrophe in Reichenhall.
Überschwemmungskatastrophe in Reichenhall.
Einbau eines neuartigen und zentralen Solehebewerks („Paternosterwerk”) im Brunnhaus der Saline durch den Meister Erhard Hann von Zabern. Die Anzahl der ursprünglich 32 Siedeanlagen wird auf die Hälfte reduziert.
Die Werktätigen der Stadt und die arbeitslos gewordenen Salinenarbeiter erheben sich gegen die bürgerlichen Siedherren.
Großbrand in Reichenhall.
Waldbrände in den Bergen rund um Reichenhall bedrohen die Stadt.
Erstmalige Erwähnung eines herzoglichen Beauftragter („Salzmeister”) an der Reichenhaller Saline.
Überschwemmungskatastrophe in Reichenhall bewirkt den Verlust des gesamten Brennholzbestandes und die Zerstörung der Triftanlage.
Großbrand in Reichenhall.
Gründung des St. Johannis-Spitals als Stiftung. Beginn des Aufkaufs bürgerlicher Siedeanlagen und Salinenanteile durch den Herzog Georg den Reichen von Niederbayern.
Überschwemmungskatastrophe in Reichenhall bewirkt die Zerstörung der Triftanlage. Die Reichenhaller Siedeherren bitten den Herzog um finanzielle Unterstützung. Zerstörung der bei St. Zeno gelegenen Marienkirche durch Blitzschlag.
Versuchsstollen am Flotterbach.
Revolte der Bürgergemeinde Gemeinde gegen den Stadtrat.
In der Kirche des hl. Valentin von Marzoll ereignet sich ein Wunder, was eine überregionale Wallfahrt auslöst.
Reichenhall wird im Zuge des Landshuter Erbfolgekrieges von königlichen Truppen eingenommen. Die Stadt steht am Rande des finanziellen Ruins.
Marmorne Einfassung des Brunnenschachtes in der Saline durch Erasmus Grasser.
Schaffung einer Waldmeistersstelle in Reichenhall.
Brandzerstörung der Stiftskirche von St. Zeno.
Totalzerstörung Reichenhalls durch Brandstiftung. Etwa 200 Menschen kommen dabei ums Leben.
Baubeginn des unterirdischen Grabenbaches.
Stiftung einer „Ewigen Messe” in der neuen Brunnhauskapelle.
Sagenhaftes Erlebnis des Stadtschreibergehilfen Lazarus Gitschner im Untersberg.
„Gipfeltreffen” der bayerischen Herzöge mit dem Salzburger Erzbischof in Reichenhall.
Bauabschluss des Renaissanceschlosses von Marzoll.
Bauabschluß des über 2 Kilometer langen Stollens des Grabenbaches.
Erwerb von Schloss und Herrschaft Karlstein durch Degenhard Fröschl.
Die Pest grassiert in Reichenhall. Josef Fröschl von Marzoll und Karlstein wird der Verschwörung bezichtigt und verurteilt.
Am Hochstaufen wird ein Bleibergwerk angeschlagen.
Höhepunkt des „Salzkrieges” zwischen Bayern und Salzburg.
Entdeckung einer ergiebigen Solequelle.
Erbauung eines ersten Reichenhaller Gradierhauses.
Erwerb der stiftseigenen Sudhäuser St. Zenos durch den Herzog von Bayern.
Fertigstellung einer Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein durch Hans und Simon Reiffenstuel.
Pestwelle trifft auf die Stadt.
Pestwelle wütet in der Umgebung Reichenhalls.
Schloss Achselmannstein wird vorübergehend „gefreiter Sitz”.
Wiederaufnahme des Bergbaues auf dem Hochstaufen.
Eroberung Reichenhalls durch österreichische Truppen während des Spanischen Erbfolgekriegs.
Neuweihe der Pankrazkirche nach deren Barockisierung.
15 Baderegeln für das Bad in Kirchberg veröffentlicht.
Barocker Umbau des Schlosses Kirchberg.
Barocke Umgestaltung der Marzoller Kirche.
Erstmalige Einnahme Reichenhalls durch die Österreicher während des Österreichischen Erbfolgekriegs.
Baubeginn der großen Gradierwerke.
Errichtung einer Baumwollmanufaktur im ehemaligen Sitz Achselmannstein.
Beginn der Modernisierungsmaßnahmen in der Reichenhaller Saline unter Johann Sebastian Clais.
Im Bad Kirchberg werden erstmals Solebäder verabreicht.
Brand im Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno.
Besetzung Reichenhalls durch französische Soldaten.
Gründung einer ersten Apotheke in der Stadt.
Das Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno fällt der Säkularisation zum Opfer. Schaffung einer Arztstelle („Physikat”) für das Landgericht Reichenhall.
15.000 französische Soldaten ziehen in Reichenhall ein.
870 österreichische Infanteristen besetzen Reichenhall. Tiroler Aufständische unter der Führung von Josef Speckbacher halten Reichenhall in Schach. Die Stadtbefestigung bewährt sich ein letztes Mal.
Fertigstellung einer Soleleitung bis nach Rosenheim unter Benutzung der „Wassersäulenmaschinen” Georg von Reichenbachs. Schaffung eines Kriegerdenkmals in Marzoll.
Fertigstellung einer Soleleitung von Berchtesgaden nach Reichenhall.
Entstehung der Landgemeinden Karlstein, St. Zeno und Marzoll auf der Grundlage des königlichen „Gemeindeedikts”.
Erdbeben in Reichenhall.
Einer Brandkatastrophe fallen etwa 3/4 der Stadt zum Opfer.
Baubeginn des „Beamtenstocks” und später der „Alten Saline”.
Ersterscheinung des „Wochenblatts für das kgl. Amtsgericht” als Vorläufer des „Reichenhaller Tagblatts”.
Eröffnung der „Sole- und Molken-Kuranstalt Achselmannstein”.
Kuraufenthalt König Max' II. im „Bad Achselmannstein”.
Bauabschluss der „Alten Saline”. Erdbeben in Reichenhall.
Errichtung einer „Höheren Töchterschule” durch den Orden der „Englischen Fräulein” in St. Zeno.
Gründung des ersten städtischen Museums.
Erfindung des Latschenkiefernöls durch Mathias Mack.
Entstehung des ersten Reichenhaller Cafés („Schiffmann”).
Georg von Liebig wird Landgerichtsarzt in Bad Reichenhall.
Erneuerung des „Mineral- und Solebades Kirchberg”.
Gründung einer „Freiwilligen Feuerwehr”.
Eröffnung der Eisenbahnlinie Freilassing-Reichenhall. Einrichtung der ersten pneumatischen Kammern im „Dianabad”.
Ein Kurorchester zur Pflege der „Badmusik” wird gebildet.
Reichskanzler Otto von Bismarck und Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke als Kurgäste in Reichenhall.
Fertigstellung der Kolonnaden im Bad Achselmannstein.
Errichtung einer evangelischen Filialpfarrei Reichenhall.
Fertigstellung eines städtischen Krankenhauses.
Errichtung der Evangelischen Kirche.
Bau einer Bahnlinie von Reichenhall nach Berchtesgaden. Umbau des Hotels „Burkert” zum Grandhôtel.
Reichenhall erhält den Namenszusatz „Bad”. Fertigstellung des ersten Bad Reichenhaller Elektrizitätswerks.
Gründung eines ersten Gebirgstrachtenerhaltungsvereins.
Bad Reichenhall wird „kgl. bayer. Bad” (ab 1918: „Staatsbad”). „Jahrhunderthochwasser” zerstört die Luitpoldbrücke.
Fertigstellung des Kurhauses. „Kaiser-Wilhelm-Haus” am Zwiesel eröffnet.
Eröffnung des „Wittelsbacherbrunnens” vor dem Rathaus.
Eingemeindung St. Zenos. Erdbeben in Bad Reichenhall.
Fertigstellung des neuen Schulgebäudes in der „Heilingbrunnerstraße”. Eröffnung der Hessing´schen Drahtseilbahn.
Umbau des Hotels „Axelmannstein” zum Grandhôtel. Entstehung eines ersten Sanatoriums.
Errichtung der Wandelhalle. Gründung des „Reichenhaller Bauerntheaters” durch Josef Meth.
Entstehung des Saalachstausees. Gründung eines Gymnasialkurses als Vorläufer eines Gymnasiums.
Saalachwasserkraftwerk zur Elektrifizierung der Bahnstrecke fertiggestellt. Zusammenbruch des Kurtourismus in Folge des Ersten Weltkriegs.
Schroffen durch Hans Linder zur „Alpengaststätte” ausgebaut. Soldaten- und Arbeiterrat als bestimmende Gremien in der Stadt.
Erste allgemeine Wahl des Stadtrates und der Gemeinderäte. Gründung einer „Gemeinnützigen Baugenossenschaft”.
Gründung eines nationalistischen „Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes”.
Tagung des reaktionären „Russischen Kongresses” in Bad Reichenhall.
Allgemeine Not durch Inflation.
Linienflughafen „Mayerhof” für regelmäßigen Flugverkehr nach München eröffnet.
Produktionsaufnahme in der „Neuen Saline”.
Eröffnung einer Seilschwebebahn auf den Predigtstuhl. Fertigstellung des Staatlich- Städtischen Kurmittelhauses.
Bad Reichenhall wird „Kreisfreie Stadt”.
Eröffnung des neuen städtischen Krankenhauses.
„Reichenhaller Saalschlacht” im Hotel „Deutscher Kaiser” zwischen Nationalsozialisten und „Reichsbanner-Leuten”.
Razzia gegen Reichenhaller Kommunisten nach dem Brand des städtischen Baustadels. „Reichsführertagung” im Kurhaus.
Reichenhall wird Garnisonsstadt der Gebirgsjäger.
Die Reichenhaller Gebirgsjäger Anderl Hinterstoisser und Toni Kurz verunglücken bei dem Versuch, die Nordwand des Eiger erstmals zu durchsteigen.
Verbot jüdischer Kurgäste in Bad Reichenhall.
Großbrand in der neuen Saline.
Alliierter Bombenangriff auf das Bad Reichenhaller Stadtgebiet fordert 215 Todesopfer. Besetzung durch alliierte Truppen. Gründung eines neuen Kurorchesters.
Errichtung eines DP-Lagers auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne. Der Stadtrat lehnt die politisch diskutierte Angliederung des Berchtesgadener Landes an Österreich ab. Feier zum 100-jährigen Bestehen des Kurortes.
Zahlreiche Heimatvertriebene kommen nach Reichenhall. Jüdischer Kongress im Kurhaus.
Gründung der „Reichenhaller Wohnbaugesellschaft”.
Errichtung eines „Goethe-Instituts”. Bau des „Staufenbades”. Ende des überregionalen Kaffeeschmuggels.
Bad Reichenhall erhält die erste bayerische Spielbank. Errichtung eines Sesselliftes auf den „Stadtberg”.
Reichenhall wird erneut Garnisonsstadt der Gebirgsjäger.
Fertigstellung des „Rupertusbades”.
Bad Reichenhall verliert seinen Status als kreisfreie Stadt.
Eröffnung einer Schwimm- und Eislaufhalle.
Baubeginn zur Errichtung einer weitläufigen Fußgängerzone.
Eingemeindung der Orte Karlstein und Marzoll im Zuge der Gebietsreform.
Errichtung des Landratsamtes in Bad Reichenhall.
Schwerer Unfall eines Tanklastfahrzeugs im Bereich der Altstadt.
Fertigstellung des „Kurgastzentrums”.
Baubeginn zum umfassenden Um- und Neubau des städtischen Krankenhauses.
Spektakulärer Doppelmord auf dem „Hochstaufenhaus”.
Privatisierung des Staatsbadbetriebs. Auflösung der Staatlichen Kurverwaltung und Gründung der „Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain”.
Dem Amoklauf eines Jugendlichen fallen 4 Menschen zum Opfer.
Eröffnung der „RupertusTherme”.
Beim Einsturz der Eislaufhalle sterben 15 Menschen, zahlreiche werden schwer verletzt.
Erdbeben in Reichenhall.
Jubiläum „850 Jahre Stadtersterwähnung”.
Eröffnung des Sport- und Familienbades an der „RupertusTherme”.
Waldbrand am Thumsee. Bürgerentscheid mehrheitlich gegen Olympiabewerbung 2022.
Mord in der Nacht des Fußball-WM-Spiels. „Reichenhaller Tagblatt” wird an den Verlag der „Passauer Neuen Presse” verkauft.