Chronologie - Ereignisse in zeitlicher Abfolge
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Der Bayernherzog Theodor schenkt der Salzburger Kirche unter dem Hl. Rupert 20 Salzpfannen in der Reichenhaller Saline, ein Drittel der Soleförderung sowie den Salz- und Zollzehent. Erstmalige Nennung der Kirchen von Reichenhall (St. Johannes) und Marzoll (später St. Valentin). Reichenhall wird als „Hal“ bzw. „Salina“ bezeicnet.
Sagenhafte Gründung der Zenokirche durch Kaiser Karl d. Großen. Als eigentlicher Initiator darf hingegen Erzbischof Arn von Salzburg betrachtet werden.
Der Luitpoldinger Herzog Arnulf lässt seinem Sohn Eberhard als Nachfolger in Bayern von denReichenhallern huldigen und holt damit die Zustimmung der finanziell Mächtigsten im Land ein.
Herausbildung einer eigenen Reichenhaller „Hallgrafschaft”, die allein der Verwaltung des Salinenbesitzes diente. Als Hallgrafen fungieren zuletzt die Grafen von Wasserburg.
Weihe der Kirchberger Kirche zu Ehren des hl.Georg.
Gründung des Augustiner Chorherrenstifts St. Zeno und Übertragung der Seelsorgerechte.
Der Reichenhaller Bürger Heinrich Loubez bittet um die Errichtung der späteren Ägidikirche. Erstmalige Erwähnung Reichenhalls als Stadt.
Erstmalige Erwähnung eines Reichenhaller Richters. Reichenhall durch Brand zerstört.
Angebliche Errichtung der Reichenhaller Nikolauskirche.
Kaiser Heinrich VI. beklagt „die von den vielen Reichtümern aufgeblasenen Gemüter” der Reichenhaller Bürger.
Die Strafexpedition Erzbischof Adalberts II. gegen Reichenhall bewirkt die völlige Vernichtung der Stadt. Errichtung der legendären Hallburg am Streitbichl durch den Erzbischof. Endgültiger Monopolbruch des Reichenhaller Salzwesens durch die Salinen von Hallein und Berchtesgaden.
Nach dem Aussterben der Peilsteiner kommt es zu einem Vergleich zwischen dem Bayernherzog und dem Salzburger Erzbischof wegen der Rechtsnachfolge in Reichenhall. Der Herzog festigt seine Position in Reichenhall. Wiedererrichtung der Burg Gruttenstein durch den Bayernherzog.
Herzog Heinrich von Niederbayern zerstört die erzbischöfliche Burg Kirchberg.
Brandschatzung Reichenhalls durch den Bischof Bruno von Olmütz.
Im 2. Erhartinger Vertrag wird das Reichenhaller Gebiet dem Herzog von Bayern zugesprochen. Erstmalige Erwähnung der Reichenhaller Stadtmauer.
Erstes Reichenhaller Stadtsiegel.
Ursprünglich als Pächter der Salzpfannen eingesetzte 27 Siedeherren erstmals greifbar. Die Mitglieder dieses dem „Geldadel” entstammenden Salzpatriziats stellen bis ins späte 15. Jahrhundert hinein den ausgesprochen plutokratisch strukturierten Reichenhaller Stadtrat. Erstmalige Auftreten eines Reichenhaller Pflegers.
Erstnennung des Namens „Reichenhall”.
Herzogliche Bestimmungen hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Siedeherren und Salinenarbeitern.
Während des Tiroler Erbfolgekrieges plündern die Reichenhaller Bürger die Gegenden von Lofer und Grödig. Der Konvent des Augustiner Chorherrenstifts St. Zeno wird vertrieben. Heuschreckenschwäme verwüsten das Land und ein Raubmörder macht die Gegend um Reichenhall unsicher. Große Teuerung.
Überschwemmungskatastrophe in Reichenhall durch die Fluten der Saalach.
Totalzerstörung Reichenhalls durch Feuer. Überschwemmung der Solequellen.
Überflutung der Solequellen durch das größte Hochwasser seit 40 Jahren.
Pankrazkirche erstmals urkundlich erwähnt.
Der Einbau eines neuartigen und zentralen Solehebewerks im Brunnhaus der Saline durch den Meister Erhard Hann von Zabern macht die Arbeit der zahlreichen Soleschöpfknechte (Vaher) überflüssig. Die Anzahl der ursprünglich 32 Siedeanlagen wird im folgenden auf die Hälfte reduziert.
Die in der Stadt Reichenhall tätigen Arbeiter, Handwerker und Kaufleute solidarisieren sich mit den arbeitslos gewordenen Salinenarbeitern und rufen zum Aufstand gegen die bürgerlichen Siedherren.
Erster herzoglicher Beauftragter („Salzmeister”) an der Reichenhaller Saline eingesetzt. Schrannenplatz in Weißbach urkundlich belegt.
Eine Auseinandersetzung zwischen Rat und Gemeinde führt zu Verhaftungen. Erstes überliefertes Stadtrecht.
Sukzessiver Aufkauf der bürgerlichen Siedeanlagen und Salinenanteile in Reichenhall durch den Herzog von Bayern. Weitgehende staatliche Monopolisierung des Salzwesens.
Brandzerstörung der Stiftskirche von St. Zeno.
Totalzerstörung Reichenhalls durch Brandstiftung. Etwa 200 Menschen kommen dabei ums Leben. Die Brandstifterin wird unter schlimmsten Qualen hingerichtet.
Weihe von 15 Altären in der Stiftskirche St. Zeno.
Stiftung einer „Ewigen Messe” in der neuen Brunnhauskapelle. Entstehung von Schrifttafeln mit mittelhochdeutschen Textfassungen der Gebete „Pater Noster”, „Ave Maria” und „Credo” sowie der Zehn Gebote in der Stiftskirche St. Zeno.
Beginn des Grabenbachbaues, der im Solebrunnen das Süßwasser von der Sole trennen soll, nach Entwürfen des Meisters Erasmus Grasser. Der Bauabschluss des über 2 Kilometer langen Stollens erfolgt erst 1538.
Baudatierung des Renaissanceschlosses von Marzoll.
Die Pest grassiert in Reichenhall. Josef Fröschl von Marzoll und Karlstein wird der Verschwörung bezichtigt, verurteilt und enteignet.
Die prekäre Holzverknappung zwingt zum Bau einer Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein, wo sich die Brennstoffversorgung günstiger gestaltet. Der über 30 Kilometer lange Bau wird unter der Bauleitung von Hans Reifenstuel 1619 fertiggestellt.
Verbesserungsmaßnahmen in der Saline.
Erneute verheerende Pestwelle in Reichenhall und Umgebung.
Eroberung Reichenhalls durch österreichische Truppen während des Spanischen Erbfolgekriegs.
15 Baderegeln für das Bad in Kirchberg veröffentlicht.
Eroberung Reichenhalls durch die Österreicher während des Österreichischen Erbfolgekriegs.
Erbauung des ersten Reichenhaller Gradierhauses.
Modernisierungsmaßnahmen in der Reichenhaller Saline.
Das Augustiner Chorherrenstift St. Zeno fällt der Säkularisation um Opfer.
Tiroler Freiheitskämpfer unter der Führung von Josef Speckbacher belagern Reichenhall.
Fertigstellung einer Soleleitung von Berchtesgaden nach Reichenhall.
Einer Brandkatastrophe fallen mehr als 2/3 der Stadt zum Opfer.
Baubeginn des „Beamtenstocks” und später der „Alten Saline” nach Entwürfen des Architekten Friedrich von Gärtner.
Eröffnung der "Molke-Kuranstalt Achselmannstein" lässt Reichenhall als Kurort aufblühen.
Eröffnung der Eisenbahnlinie Freilassing - Reichenhall. Gruttenstein als Garnison aufgehoben. Einrichtung der ersten pneumatischen Kammer nach Plänen von Dr. v. Liebig im "Dianabad".
Ein Kurorchester zur Pflege der „Badmusik” wird gebildet. Es darf als Vorläufer des „Philhamonischen Orchesters Bad Reichenhall” betrachtet werden.
Neubau des "Mineral- und Solebad Kirchberg bei Reichenhall".
Errichtung der Evangelischen Kirche.
Verfügung durch den bayerischen Prinzregenten, das Wort "Bad" im Ortsnamen tragen zu dürfen. Fertigstellung des ersten Bad Reichenhaller Elektrizitätswerk zur Erzeugung von Wechselstrom.
Bad Reichenhall wird "kgl. bayer. Staatsbad." Schäden durch heftiges Hochwasser der Saalach.
Fertigstellung des Kurhauses.
Eingemeindung St. Zenos.
Fertigstellung des neuen Schulgebäudes in der "Heilingbrunnerstraße".
Entstehung des Saalachstausees. Initiative zur Errichtung des Karlsgymnasiums.
Brand am Hochstaufen.
Flughafen „Mayerhof” für regelmäßigen Flugverkehr nach München eröffnet.
Produktionsaufnahme in der „Neuen Saline”.
Eröffnung einer Drahtseil Schwebebahn auf den Predigtstuhl. Fertigstellung des Kurmittelhauses.
Eröffnung des neuen städtischen Krankenhauses.
Reichenhall wird Garnisionsstadt der Gebirgsjäger.
Alliierter Bombenangriff auf das Bad Reichenhaller Stadtgebiet fordert 198 Todesopfer. Besetzung und Plünderungen durch alliierte Truppen. Errichtung eines DP-Lagers auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne.
Gründung des Kur- und Verkehrsvereins.
Reichenhall wird erneut Garnisionsstadt der Gebirgsjäger.
Eröffnung einer Schwimm- und Eislaufhalle.
Eingemeindung der Orte Karlstein und Marzoll im Zuge der Gebietsreform.
Erbauung des „Kurgastzentrums” nach Plänen des Architektenehepaars Betz.
Neue Eindampfanlage bringt die Bad Reichenhaller Saline auf modernsten Standard.
Privatisierung des Staatsbadbetriebs. Auflösung der Staatlichen Kurverwaltung und Gründung der „Kur GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain”.
Alpenstadt des Jahres 2001
Die Eröffnung der RupertusTherme setzt modernste Maßstäbe zeitgemäßen Gesundheitsbewusstseins.
Einsturz der Eislaufhalle mit 15 Todesopfern.
Die Auswirkungen der Bundeswehrreform werden konkret. Durch die Verlegung des Fernmeldebataillons 210 erhöht sich die Anzahl der in Bad Reichenhall stationierten Soldaten.